Projekt Beschreibung

JURETZEK, TINA

aktuell bei AMA-ART.de im Angebot:
ohne Titel (weiblicher Akt) / 1983 / € 700,00
Stromboli / 1983 / € 6700,00

(*25. November 1952 in Leipzig) ist eine deutsche Malerin.
Sie hat in der Kunstakademie Düsseldorf bei Günter Grote studiert. Sie ebt und arbeitet in Düsseldorf

Leben
Tina Juretzek verbringt ihre ersten sechs Lebensjahre in Thale, im Harz. Ihre Mutter war Bildhauerin, der Vater Kaufmann. Das Interesse für Kunst und Literatur zeigt sich bereits bei ihrer Urgroßmutter, die Schriftstellerin war und bei ihrer Großmutter, die ebenfalls Malerin war.
1958 flieht die Familie aus der ehemaligen DDR und siedelt nach Essen um. Nach dem Abitur
1971 nimmt Juretzek das Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Günter Grote auf. Gleichzeitig studiert sie Kunstwissenschaft bei Heinrich Theissing, Werner Spies und Walter Jürgen Hofmann. Intensiv setzt sie sich mit der Malerei von Jan Vermeer, Francisco de Goya, Henri Matisse und James Ensor auseinander.
1972 nimmt sie an der Universität Düsseldorf ein paralleles Geographiestudium auf. Den Schwerpunkt ihrer thematischen Auseinandersetzung legt sie in den Bereich der physischen Geographie (Entstehung der Oberflächengestaltung der Erde). Ihre Arbeiten, die sie ab
1991 mit Japanpapier herstellen wird, spiegeln in ihrer Materialität und landschaftlichen Thematik diese Interessensausrichtung wider.
Seit 1979 ist Tina Juretzek als frei schaffende Malerin in Düsseldorf tätig. Ihre Arbeiten werden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Galerien und Museen ausgestellt. Besondere Bedeutung kommt hierbei ihrer langjährigen intensiven Zusammenarbeit mit der Galerie Elke und Werner Zimmer in Düsseldorf zu, die der Künstlerin sehr früh mehrere Einzelausstellungen widmet und dies bis zur Beendigung der Galerietätigkeit im Jahr 2000 fortführt. Juretzeks Arbeiten sind kontinuierlich auf verschiedenen Kunstmessen bei mehreren Galerien vertreten.
Reisen sind für das Werk der Künstlerin von impulsgebender Bedeutung. (Indien, UDSSR, Japan, Südamerika, USA)
1983 unternimmt sie eine Reise zu den Liparischen Inseln mit Aufenthalt auf dem tätigen Vulkan Stromboli, der sie zu einer umfangreichen Werkgruppe inspirieren wird. Besonders ihre Tuschezeichnungen, die ihr Werk bis heute prägen, nehmen nach dieser Reise ihren Anfang.
1985 unternimmt sie eine Reise mit der transsibirischen Eisenbahn. Die lange Fahrt von 8530 Kilometern von Moskau nach Chabarowsk findet später ihren Niederschlag in den Werkgruppen: „Weltlandschaften“, „Nächtliche Reise“, sowie in der Auseinandersetzung mit dem Thema „Rad und Schiene“, die sie zu Arbeiten an extrem langen Friesbildern anregen. Im Jahr
2004 reist sie nach Südengland und besucht Orte wie Stonehenge, die ihre späteren Arbeiten in Serien wie „Uralte Orte“ (Heilige Berge und Kraftorte) prägen werden.
In den Jahren
1999 und 2000 werden Juretzeks Arbeiten in einer retrospektiven Ausstellungstournee durch die Pfalzgalerie Kaiserslautern, das Märkische Museum Witten, den Heidelberger Kunstverein, die Städtische Galerie Gladbeck und das Städtische Museum Mülheim an der Ruhr gezeigt.
2010 gibt sie nach 26 Jahren ihre Atelierräume in Düsseldorf-Mitte auf, um ein neues Atelier am Rande von Düsseldorf zu beziehen.

Werk
Die Arbeiten von Tina Juretzek zeichnen sich durch Abstraktion im Bereich von Figuration und Landschaft aus. Dabei bleibt das Gegenständliche auch bei starker Abstraktion immer wahrnehmbar. So entstehen in den 80er Jahren die ersten großen Figurenbilder, deren Schwerpunktthema die Beziehung von menschlicher Figur und Raum darstellt. Später werden Gefäße als Metapher für den Menschen eingesetzt und das Motiv der Quelle als Lebenssymbolik verwendet. In diesen oft großformatigen Arbeiten setzt sich die Künstlerin technisch erstmals mit dem Medium der Malereicollage auseinander.
Eine Reise nach Japan (1991) leitet durch die Auseinandersetzung mit dem Medium Japanpapier eine neue Werkgruppe ein. Die Künstlerin wendet sich dem Thema der Landschaft zu. Es entstehen Malereicollagen mit Japanpapier auf Leinwand. In diesen von innerem Erleben und landschaftlichen Assoziationen geprägten Bildern setzt sie die Themen Farbe, Licht und Raum in ein neues Verhältnis, wodurch sie die Grenzen zur informellen Malerei überschreitet.
Die dritte Werkgruppe sind Juretzeks umfangreiche thematische Serien von Zeichnungen. Eine Reise zu den Liparischen Inseln löst in den frühen 1980er Jahren die bis heute beibehaltene Auseinandersetzung mit dem Medium der Tuschezeichnung aus. (Stromboli, Lilith, Barriere-Landschaften u. a.) Darüber hinaus entstehen zahlreiche öffentliche Auftragsarbeiten wie beispielsweise der Weltreise-Fries von 1988 mit einer Länge von 24 Metern im Bundesamt Köln-Chorweiler.

Preise und Auszeichnungen
1983 Förderpreis der Jury, Stadtsparkasse Karlsruhe,
1983 Förderkoje, Art Cologne, Köln, Galerie Elke und Werner Zimmer, Düsseldorf
1984 Kaiserring-Stipendium, Goslar, Arbeitsaufenthalt mit Atelier und anschließender Einzelausstellung parallel zur Kaiserring-Verleihung an Willem de Kooning
1986 6. Triennale – India, New Delhi, Indien, Offizieller Beitrag der BRD
1987 Arbeitsstipendium der Aldegrever – Gesellschaft, Münster Arbeitsaufenthalt in der Druckwerkstatt Kätelhöhn, Wamel
1989 Bergischer Kunstpreis, Solingen
1991 Dozentur am Osaka College of Art, in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Osaka, Japan
1993 Reisestipendium und Malersymposium, Goethe-Institut, Madras, Indien
1996 Gastatelier und Arbeitsstipendium der ‚Ars et Vita‘, Gesellschaft zur Förderung kultureller Kommunikation e.V. in Szentendre bei Budapest, Ungarn

Institutionelle Einzelausstellungen

  • 1985 Mönchehaus Museum Goslar für moderne Kunst, anlässlich des Kaiserring-Stipendiums, Goslar
  • 1985 Leopold-Hoesch-Museum, Düren
  • 1986 6. Triennale – India, New Delhi, Indien (Offizieller Beitrag der Bundesrepublik Deutschland) (9)
  • 1989 Städtische Galerie Würzburg (1)
  • 1990 Goethe-Institut, Brüssel (2)
  • 1990 Städtisches Museum, Kleve (3)
  • 1992 Deutsches Klingenmuseum, Städtische Galerie, Solingen (4)
  • 1995 Mönchehaus Museum Goslar, Museum für moderne Kunst
  • 1997 Ministerium für Stadtentwicklung, Kultur und Sport NRW, Düsseldorf
  • 1999 Märkisches Museum Witten (5)
  • 1999 Pfalzgalerie Kaiserslautern (5)
  • 1999 Heidelberger Kunstverein, Heidelberg (5)
  • 2000 Städtische Galerie Gladbeck, Gladbeck (5)
  • 2000 Städtisches Museum Mülheim (5)
  • 2005 Kunst aus NRW, Ehemalige Reichsabtei Aachen-Kornelimünster (6)
  • 2006 Museum Schloss vor Husum, Husum (6)
  • 2011 Retrospektive Einzelausstellung im Rathaus von Düsseldorf, Düsseldorf

Einzelausstellungen in Galerien (Nennung ab 1983)

  • 1983, 1984, 1986, 1988, 1990, 1993, 1996, 1998 Galerie Elke und Werner Zimmer, Düsseldorf (7) (8)
  • 1990, 1992, 1993, 1997, 2004 Galerie de Luxembourg, Luxemburg
  • 1992, 1996 Galerie Terbrüggen, Heidelberg
  • 1998, 2001, 2004, 2006 Galerie Borkowski, Hannover
  • 2001, 2007 Galerie Brennecke, Berlin
  • 2001, 2005 Galerie Schrade, Schloß Mochental, Ehingen
  • 2001, 2003, 2007 Galerie Marianne Hennemann, Bonn
  • 2003, 2008 Galerie Haasner, Wiesbaden
  • 2005, 2007, 2015 Galerie Janzen, Wuppertal und Düsseldorf
  • 2005, 2009, 2013 Galerie Nisters, Speyer
  • 2007 troner art consulting, Düsseldorf
  • 2003, 2015 Martin Leyer-Pritzkow Ausstellungen, Düsseldorf

Werke im öffentlichen Besitz und in Museen

  • Museum Kunstpalast, Düsseldorf
  • Kultusministerium des Landes NRW, Düsseldorf
  • Landtag Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
  • Sammlung Ludwig, Walraff Richartz Museum, Köln
  • Staatsgalerie Stuttgart
  • Kunsthalle Bremen, Bremen
  • Sprengel Museum, Hannover
  • Städtische Galerie, Würzburg
  • Pfalzgalerie Kaiserslautern
  • Mönchehaus Museum Goslar, Goslar
  • Leopold-Hoesch-Museum, Düren
  • Märkisches Museum, Witten
  • Städtisches Museum, Mülheim
  • Museum Kurhaus Kleve, Kleve
  • Städtisches Museum, Schloss Morsbroich, Leverkusen
  • Gustav-Lübcke-Museum, Kleve
  • Kunst aus NRW, Ehemalige Reichsabtei, Aachen-Kornelimünster
  • Regierungspräsidium, Tübingen

 

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