Projekt Beschreibung

BERNARD SCHULTZE

 Kunstobjekte des Künstlers Bernard Schultze.
Nr. 48/27 / 1948 / nicht mehr verfügbar
o. T. / 1951 / € 2.500
o. T. / 1951 / € 3.600
quenth / 1959 / € 28.000
Windgestalten im Frühling / 1994 / € 140.000 / nicht mehr verfügbar
Blumenhügel /2003 / € 12.000

Vita und Ausstellungen

(31. Mai 1915 in Schneidemühl; † 14. April 2005 in Köln) war ein deutscher Maler und ein Vertreter der Kunstrichtung Informel.

Im Alter von sieben Jahren zog er nach Berlin um. Dort besuchte er die Schule und entwickelte erste Vorlieben für die Künste. Die Sommer verbrachte er auf der Insel Usedom in der großelterlichen Villa Augusta in Heringsdorf.

Er studierte 1934 bis 1939 an der Hochschule für Kunsterziehung in Berlin und an der Kunstakademie in Düsseldorf.

Zwischen 1952 und 1954 veröffentlichte Victor Otto Stomps drei Bücher mit originalgrafischen Texturen von Schultze in der Eremitenpresse in Stierstadt.

1955 heirateten er und die Malerin Ursula Bluhm.

Er siedelte 1968 nach Köln über und war zwischen 1972 und 1992 Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, aus der er 1992 austrat.
Studienreisen führten Schultze in die USA, viele asiatische Länder, Mexiko und Guatemala. Am 14. April 2005 starb er im Alter von 89 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung. Bis zuletzt hatte er noch gemalt.

Einige seiner Werke hängen im Speisezimmer der Bonner Villa Hammerschmidt.

Schultze war einer der großen deutschen Maler der Abstraktion in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine frühen Arbeiten wurden durch einen Luftangriff auf Berlin zerstört.

1952 gründete er zusammen mit Karl Otto Götz, Otto Greis und Heinz Kreutz die Künstlergruppe Quadriga, die Kerngruppe der deutschen informellen Malerei.

Nachhaltig beeinflusst von Wols (Otto Wolfgang Schulze) und Jean-Paul Riopelle, dem Tachismus und dem Action Painting, entwickelte Bernard Schultze einen sehr persönlichen Stil der gestisch abstrakten Malerei. Schultzes Arbeiten werden häufig als lyrisch abstrakt bezeichnet. Seine überwiegend farbenfrohen und detailreichen akribisch hergestellten Gemälde sind voller Elemente, die unterschiedlichste Assoziationen beim Betrachter wecken. Sie enthalten meist Anspielungen und Zitate aus der Natur, erinnern an Wurzeln, Wald und andere Gewächse und imaginieren ganz eigene hermetische Gegenwirklichkeiten.

In den 1960ern erweitert er sein Œuvre um Skulpturen, „Migofs“ wie er sie bezeichnete, in denen seine Bildersprache die dritte Dimension erobert. In „Zungen-Collagen“ integriert er dreidimensionale bemalte Elemente. Während der 1970er integriert er in diese Skulpturen, anscheinend angeregt von der Pop-Art, Elemente aus den Regalen der Konsumgesellschaft. In den 1980ern schließlich erobert er die Fläche großer Gemälde und ihm gelingt ein beeindruckendes Alterswerk, an dem er bis kurz vor seinem Tod intensiv arbeitete.
Bernard Schultze war Mitglied im Deutschen Künstlerbund[1], Teilnehmer der documenta II (1959), der documenta III (1964), und auch der documenta 6 im Jahr 1977 in Kassel.

1966 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Darmstadt und 1984 den Hessischen Kulturpreis. 1986 wurde er mit dem Lovis-Corinth-Preis geehrt.
2002 wurde Schultze gemeinsam mit den anderen Malern der Künstlergruppe Quadriga mit dem Binding-Kulturpreis ausgezeichnet.
Ausstellungen
1947–1951 Moderne Galerie Egon Müller, Mannheim
1949–1958 Zimmergalerie Klaus Franck, Frankfurt am Main
1955, 1956 Suermondt-Museum, Aachen
1958–1964 Galerie Daniel Cordier, Paris
1962 Musée des Beaux-Arts, La Chaux-de-Fonds
1965 Howard Wise Gallery, New York
1967 London Arts Gallery, Detroit
1970 Museum Bochum
1971 Centre National d’Art Contemporain (CNAC), Paris
1974 Museum Boymans van Beuningen, Rotterdam
1979 Künstlerhaus Wien
1980 Hamburger Kunsthalle
1980–1981 Umfassende Retrospektive „Im Labyrinth – Werke von 1940–1980“, Städtische Kunsthalle, Düsseldorf
– Akademie der Künste (Berlin); Frankfurter Kunstverein
– Saarland Museum; Moderne Galerie, Saarbrücken
1984–1985 „Bernard Schultze – Papier-Arbeiten 1946–1983“, Albertina, Wien
– Rheinisches Landesmuseum, Bonn
– Kunsthalle Tübingen
– Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen am Rhein
– Kunsthalle Nürnberg
1994–1996 Das große Format, Museum Ludwig Köln, in der Joseph-Haubrich-Kunsthalle Köln
– Galleria d’Arte Moderna, Bologna
– Deutsches Kulturinstitut – Goethe Institut, Bologna
– Museum für Bildende Künste, Budapest
– Centrum ´T Elzenveld, Antwerpen
1996 Arbeiten aus fünf Jahrzehnten, Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum, Schloss Gottorf, Schleswig
2000 „Bernard Schultze – Schwarz/Weiss-Zeichnungen und Gedichte“, Museum Folkwang, Essen
– Neuenahr – Zyklus, Bleistiftzeichnungen, Museum Ludwig, Köln
– Bernard Schultze in der Villa Wessel, Iserlohn
2002 Bernard Schultze – Welt im Farbrausch. Staatliches Russisches Museum – Museum Ludwig im Russischen Museum – Marmorpalast, St. Petersburg
2003 Migof Barok – Bernhard Schultze zum 90. Geburtstag, Museum Ludwig, Köln
2005 Tanz der Migofs. Bernard Schultze 1915–2005, Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Regensburg
2012 Eufrat und Tigris – Bernard Schultze & Habima Fuchs, Galerie Warhus Rittershaus, Köln
– „Bernard Schultze. Gegenwelten“, im Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg
2013 „Bernard Schultze. Arbeiten auf Papier von 1950 bis 2000“, Galerie Rothe, Frankfurt am Main
2015 „Bernard Schultze. Gemälde, Migofs, Zeichnungen, Collagen, Druckgraphiken und illustrierte Bücher aus der Sammlung Kemp“, Museum Kunstpalast, Düsseldorf
– „Bernard Schultze. Hommage zum 100. Geburtstag“, Samuelis Baumgarte Galerie, Bielefeld
– Bernard Schultze. Zum 100. Geburtstag, im Museum Ludwig, Köln
– Bernard Schultze. Zum 100. Geburtstag, in der Kopfermann-Fuhrmann-Stiftung, Düsseldorf
– “Ein heller Hauch, ein funkelnder Wind”, Bernard Schultze zum 100. Geburtstag, Arp Museum Bahnhof Rolandseck

https://de.wikipedia.org/wiki/Bernard_Schultze